Marathonis des TuS 07 Oberlar liefen in Prag 2012

Am Samstag, 12.05.12 trafen sich 11 reisehungrige Läufer mit Fangemeinde am Flughafen Köln/Bonn um in die tschechische Hauptstadt „Prag“ zu fliegen.
Dort wartete am 13.05.12 auf uns die nächste Herausforderung, der „Volkswagen Prag Marathon 2012“.


Treffpunkt war um 09.00 Uhr der Konrad-Adenauer Flughafen. Nach gut einer Stunde landeten wir sicher in Prag und machten uns zuerst auf den Weg zu unserem Hotel im Prager Süden. Anschließend fuhren wir mit Bus, U-Bahn und Straßenbahn zur Marathonmesse, um unsere Startunterlagen abzuholen. Hier bekamen wir unsere Startnummer, ein schönes Funktions-T-Shirt der Weltmarke mit den 3 Streifen und einen Rücksack als Kleiderbeutel. Abends wurden in einem netten Restaurant, unmittelbar neben unserem Hotel, die Kohlenhydratspeicher aufgefüllt. Außerdem haben wir noch die zweite Halbzeit des DFB-Pokalendspiels Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München bei „einem“ leckeren tschechischen Bier sehen können. Danach hieß es Zapfenstreich und alle (außer die Bayern Fans) gingen zufrieden in die Koje.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn der Marathonstart war bereits um 09.00 Uhr.
Wir 5 Marathonis machten uns nach dem Frühstück zum „Wenzelsplatz“ auf, dort war die Kleiderbeutelabgabe.
Zu den Klängen des böhmischen Komponisten „Bedrich Smetana“ „Die Moldau“ erfolgte am Altstädter Ring der Start.


Die Marathonstrecke führte uns überwiegend an der Moldau entlang, wobei wir diese insgesamt 9 Mal überquerten. Bereits kurz nach Kilometer 2 liefen wir über die weltbekannte „Karlsbrücke“. Anschließend ging es in den Norden von Prag um nach Kilometer 7 wieder Richtung Innenstadt zu laufen. Dort warteten bei KM 12 bereits „unsere persönlichen Fans“, die uns kräftig anfeuerten. Mit neuer Energie liefen wir nochmals über den „Altstädter Ring“ (KM 13), durch den „Pulverturm“, am „Tanzenden Haus“ (KM 15) vorbei, weiter auf der rechten Moldauseite. Bei KM 16 kamen uns auf der anderen Straßenseite bereits die Läufer entgegen, die gerade KM 24 passiert hatten. Kurz nach der Halbmarathonmarke folgte eine 180° Kehre und wir liefen den Läufermassen entgegen. Auf der anderen Moldauseite folgte die gleiche Streckenführung zwischen KM 25 bis 30. Hier bei KM 30 wurden unsere müden Beine nochmals von „unseren persönlichen Fans“ aufgemuntert.


Die letzten 9 Kilometer führten uns über den gleichen Streckenabschnitt wie bereits von KM 4 bis KM 13. Thomas Reuter lief persönliche Bestzeit in 3:38:29 h. Lange Zeit lief er mit Jürgen Schneider zusammen, der schließlich in einer Superzeit von 3:40:39 h finishte. Michael Gläser lief wie ein Uhrwerk, hatte er sich doch eine Zeit unter 4:30 Stunden vorgenommen, und erreichte stolz das Ziel in 4:26:21 h. Stefan Kamps verpasste knapp dieses Ziel, aber lief in 4:34:01 h glücklich über die Ziellinie. Andreas Börste erreichte nach einer verkorksten Vorbereitung und einigen Sightseeing-Gehpassagen in  5:02:15 h das Ziel am „Altstädter Ring“.

Den „Prag-Marathon“ können wir jedenfalls weiterempfehlen. Wir hatten bei ca. 12 °C und bewölktem Himmel fast ideale Bedingungen. Außer der steigerungsfähigen Stimmung entlang der Marathonstrecke und dem vielen Kopfsteinpflaster wurde die Veranstaltung vorbildmäßig organisiert, die Streckenverpflegung war perfekt und schließlich wurden wir im Ziel mit einer sehr schönen Medaille belohnt.

An den folgenden zwei Tagen folgte eine einstündige Bootsfahrt auf der Moldau mit anschließendem langsamerem Tempo über die „Karlsbrücke“ und natürlich einem Blick zur vollen Stunde auf die „Astronomische Uhr“.
Lohnenswert war auch der Aufstieg in den „Rathausturm“, von dem aus sich die Prager Altstadt in ihrer ganzen Pracht überblicken lässt. Des Weiteren fuhren wir mit der Standseilbahn auf den „Laurenziberg“ von dem aus wir einen fantastischen Ausblick auf Prag hatten. Von dort ging es zur „Prager Burg“ mit dem „Veitsdom“. Eine gewisse Ähnlichkeit mit unserem „Kölner Dom“ ist nicht zu verkennen. Selbstverständlich haben wir auch einen Einblick in die böhmische Küche bekommen. In den kleinen Gassen der Altstadt verbergen sich viele kleine gemütliche Restaurants.

Abschließend können wir sagen, Prag ist immer eine Reise wert. Wir haben ein schönes und sauberes Hotel gehabt und die Bevölkerung war stets nett und gastfreundlich zu uns. Der ein oder andere von uns wird Prag sicherlich noch mal besuchen.                                                                                

Andreas Börste

Teilnahme am Amsterdam-Marathon 2013

Thomas Reuter und Elisabeth Klink mit Teilnehmermedaille vor dem Olympiastadion in Amsterdam

Am 20. Oktober 2013 nahmen Thomas Reuter und Elisabeth Klink am Amsterdam-Marathon, dem größten Marathon in den Niederlanden, teil. Aufgrund einer Rippenverletzung konnte Thomas Reuter nicht die volle Distanz laufen. Diese Gelegenheit nutze er, Elisabeth Klink über die Halbmarathonstrecke zu begleiten und an die Distanz heranzuführen. Sie lief diese Strecke zum ersten Mal. Unsere Marathonis im TuS freuen sich über jeden, der sich der Truppe anschließt. Nach insgesamt 2 Stunden und 11 Minuten liefen beide zeitgleich durchs Ziel. Bei überwiegend guten Wetterbedingungen um die 15 Grad Celsius störten lediglich die zwischenzeitlich sehr windigen Abschnitte. Ansonsten hat die Strecke so einiges zu bieten. Start und Ziel ist in dem von 1928 datierenden Olympiastadion, dem Hauptaustragungsort der Sommerspiele von 1928. Nach einer ersten Runde von sieben Kilometern läuft man erneut am Stadion vorbei, bevor es auf die zweite, größere Runde geht. Im weiteren Verlauf durchquert man eine reizvolle Naturlandschaft beidseitig der Amstel, die Innenstadt von Amsterdam mit dem „Scheepvaartmuseum“, den historischen Grachten, dem Rijksmuseum und schließlich wie zu Beginn den bekannten Vondelpark. Unterstützung erhielten die beiden durch unseren 1. Vorsitzenden Raimund Sarcher und seine Frau Gabi, Hanne und Jürgen Schneider, sowie Gabi Reuter und Lilo und Bernd Schneider.

41. BMW Berlin-Marathon am Sonntag, 28.09.2014

Deutschland hatte sich im Juli den 4ten Stern durch den 1:0 Sieg in der Verlängerung über Argentinien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien geholt.

Ich wollte mir meine 4. Medaille beim diesjährigen Berlin-Marathon erlaufen.

Die Organisatoren des Berlin-Marathons hatten sich im vergangenen Jahr eine gravierende Änderung der Anmeldemodalitäten einfallen lassen. Drei Jahre lang wurden die Startplätze nach Kontingenten vergeben, d.h. die ersten 15.000 Anmelder zahlten €uro 60,00, die nächsten 15.000 €uro 90,00 und die restlichen 10.000 waren mit €uro 110,00 dabei.

Ein paar Tage nach dem letztjährigen 40. BMW Berlin-Marathon 2013 konnten sich Interessente in einem Zeitfenster von zwei Wochen für den diesjährigen Lauf 2014 registrieren lassen. Dabei hatten sich 74.707 Läuferinnen und Läufer aus aller Welt einschreiben lassen um einen der begehrten 40.000 Startplätze zu bekommen, da diese erstmalig im Losverfahren vergeben wurden.

Am 31.10.13 erhielt ich die ersehnte e-mail: „Herzlichen Glückwunsch, Du bist dabei!“

Nun hatte ich eine Woche Zeit mich zu entscheiden um mich fest anzumelden. Also meldete ich mich ohne lange zu zögern über den mir zur Verfügung gestellten Link an, auch wenn die Anmeldung stolze Euro 98,00 kosten sollte. Egal! (Euro 98,00 musste übrigens jetzt jeder der 40.000 Teilnehmer berappen.)

In den folgenden Tagen reservierte ich mir in der Jugendherberge Berlin-International ein Doppelzimmer mit Dusche/WC, und die passenden Flüge über AirBerlin auch gleich dazu.

Am Donnerstag, 25.09.14 war es dann endlich wieder soweit:

„Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin!“

Gegen 10.00 Uhr flog ich mit meinem Vater vom Flughafen Köln-Bonn zum Berliner Flughafen Berlin-Tegel.

Gerne wäre ich auch mal auf dem neuen Berliner Großflughafen BER gelandet. Aber dies wird sicherlich noch etwas dauern. Die Steuerzahler müssen wohl in den nächsten Wochen und Monaten (oder Jahre) weitere €uro’s aus dem Ärmel schütteln.

In Berlin angekommen besorgten wir uns ein 5-Tages-Ticket der Berliner Verkehrsbetriebe um bis einschließlich Montag den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu können. Weiter ging es mit Bus und U-Bahn zur Jugendherberge; der Tiergarten war nur gut 500 m entfernt. Dort angekommen mussten wir leider noch eine gute Stunde warten, da unser Zimmer noch nicht fertig war. Also nutzten wir die Zeit an der Bar, mit einem kühlen Berliner Kindl.

Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg zum 2008 geschlossenen ehemaligen Berliner Großflughafen Tempelhof, wo für drei Tage die Marathonmesse zu Hause war.

Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 seinen Betrieb auf. Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat weiß, dass der Flughafen nach Ende des 2. Weltkrieges Berühmtheit erlangte. Zwischen dem 26.06.48 bis zum 12.05.49, während der „Berliner Blockade“, wurde der Flughafen als „Berliner Luftbrücke“ dahingehend benutzt, West-Berlin von westdeutschen Städten mit Gütern, vor allem Lebensmittel, zu versorgen. Der Name „Rosinenbomber“ ist dabei legendär.

Hier musste ich meine Startunterlagen abholen. Nach den heimtückischen Bombenattentaten beim Boston-Marathon im April 2013, wurden auch die Sicherheitsstandards beim Berlin-Marathon geändert. Neben New York, Boston, Chicago, London und Tokyo gehört Berlin zur

„World-Marathon-Majors“, und ist somit leider auch für Anschläge anfällig.

Daher musste ich meine Startunterlagen persönlich mit Ausweis abholen und bekam dabei ein Armband angelegt, und nur mit dem und meiner Startnummer auf der Brust hatte ich sonntags Zugang zum Startbereich. Des Weiteren wurden durchsichtige Startbeutel ausgeteilt, in dem ich dann meine persönlichen Sachen abgeben konnte.

Nach der Marathonmesse fuhren wir zum Ostbahnhof und gingen an der „East-Side-Gallery“ entlang bis zur „Oberbaumbrücke“. Die East-Side-Gallery ist das noch längste erhaltene Teilstück der ehemaligen Berliner Mauer.

Im Frühjahr 1990 hatten auf einer Länge von 1,3 km, 118 Künstler aus 21 Ländern dieses Teilstück bemalt. Dabei entstanden gut 100 Gemälde. 2009 wurden diese Bilder zwar replikiert, aber leider sind in der Zwischenzeit viele schon wieder beschmiert worden.

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück machten wir uns Freitagmorgen auf zum ehemaligen „Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen“. Dieses Gefängnis war zu DDR-Zeiten für die Bürger nicht bekannt. Hier haben wir an einer etwa 2-stündigen Führung teilgenommen. Dort berichtetet uns ein Zeitzeuge von den Haftbedingungen und Erniedrigungen seiner Zeit. Zwischen 1951 und 1989 wurden hier vor allem politische Gefangene inhaftiert und physisch und psychisch gefoltert. Es würde zu lange dauern hierüber zu berichten, deshalb kann ich nur jedem empfehlen, bei einem Berlin-Besuch, diesen Ort zu besuchen. Unbegreifbar, was Menschen anderen Menschen zuführen.

Am Samstagmorgen nahm ich dann am sogenannten „Frühstückslauf“ teil. Dieser Lauf wird seit vielen Jahren einen Tag vor dem Marathon ausgetragen. Dabei gibt es keine Startgebühr und Zeitmessung. Jeder Interessierte kann bis 9.30 Uhr zum „Schloss Charlottenburg“ kommen und mit mehr als 10.000 anderen Läuferinnen und Läufern an diesem 6 km langen Lauf teilnehmen. Ziel ist die blaue Tartanbahn im Berliner Olympiastadion.

Anschließend findet dann vor dem Stadion ein gemeinsames Frühstück statt, mit Kaffe, Wasser, Appelschorle, Berlinern & Rosinenweckchen, Äpfel, Bananen und Müsliriegeln.

Auch dieses war ein tolles Erlebnis, alles ging total locker zu.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des 6. Spieltages der Fußball-Bundesliga. Ich kannte noch eine Sportsbar in der Nähe vom Kuh’damm zu der wir uns aufmachten und guckten dort die Konferenz auf Sky. Schließlich gab es zwei interessante Begegnungen an diesem Nachmittag. Zum einen das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund und zweitens des 1. FC Köln hatte den FC Bayern München zu Gast.

Anschließend war Pasta-Party angesagt. Unsere Jugendherberge bot extra am Tag vor dem Marathon, Nudeln mit zweierlei Soßen an. Da wir nur Übernachtung mit Frühstück gebucht hatten, mussten wir für € 6,50 dieses Essen extra bezahlen. Aber völlig in Ordnung, schließlich konnten man so viel essen wie man(n) wollte.

Danach gönnten wir uns noch ein kleines Fläschchen Berliner Kindl an der Bar und kurze Zeit später ging schon das Licht aus, die Nacht sollte kurz werden.

Um 5.00 Uhr klingelte der Wecker, ein toller Tag sollte folgen.

Die Jugendherberge hatte extra das Frühstück an diesem Morgen von 6.45 Uhr auf  6.00 Uhr vorgezogen, hatten doch bestimmt gut 30-40 Marathonis die Jugendherberge als Übernachtung genutzt.

Kurz nach 7.00 Uhr standen wir an unserer Bushaltestelle direkt vor der Tür und warteten auf den Bus. Leider kam dieser nicht, so dass wir uns per Pedes auf dem Weg zum ca. 2 km entfernten Reichstag machten.

Dort traf ich mich mit meinem Arbeitskollegen Berti und einem Freund, Stefan, der heute seinen ersten Marathon laufen sollte.

Nach dem wir beim Zutritt in den Startbereich überprüft worden waren, gaben wir unsere Starterbeutel an dem für uns zuständigen Zelt ab und kämpften uns durch den Tiergarten zu unserem Startblock. Wahnsinn, was für eine Masse von Läuferinnen und Läufern hier unterwegs waren. In unserem Startblock auf der „Straße des 17. Juni“ war bereits eine tolle Stimmung, noch ca. 20 Minuten war Zeit bis zum Startschuss.

Pünktlich um 8.45 Uhr wurde durch Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit der Startschuss abgegeben, die Topläufer und die ersten Blöcke machten sich auf den Weg. Eine gute halbe Stunde sollte vergehen, bis auch wir über die Startlinie liefen und dadurch unsere Zeitnahme auslösten.

Erstes Highlight war kurz nach dem Start die „Siegessäule“, an der wir links oder rechts vorbeilaufen konnten. Etwas weiter, am „Ernst-Reuter-Platz“, liefen wir sofort aus dem Kreisverkehr rechts Richtung Moabit, und bei km 7 ließen wir links den „Berliner Hauptbahnhof“ liegen; am „Bundeskanzleramt“ und der „Schweizer Botschaft“ vorbei direkt über die Rheinhardtstr. auf den „Friedrichstadtpalast“ zu.

Weiter ging es die nächsten Kilometer, bis wir kurz nach Kilometer 11 auf die breite „Karl-Marx-Allee“ bogen, auf der zu DDR-Zeiten Militärparaden abgehalten wurden. Bei Kilometer 12 wurde der „Strausberger Platz“ zu dreiviertel umrundet und ein paar hundert Meter weiter gelangten wir über die Spree in den Bezirk „Friedrichshain-Kreuzberg“.

Etwa nach Kilometer 15 wurde der alte U-Bahnhof „Kottbusser Tor“ passiert und danach am „Hermannplatz“ erwartete uns die nächste Stimmungs-Hochburg.

Kurz nach dem S- und U-Bahnhof „Yorckstr.“ war die HalbMarathonmarke, die ich in etwas mehr als zwei Stunden in 2.02.21 h passierte. Zum Vergleich, die Siegerzeit sollte am heutigen Tag 2.02,57 Std. betragen, für die doppelte Streckenlänge, welches einen neuen Weltrekord bedeuten sollte.

Auf den folgenden Kilometern wurde uns Läufern dann auch des Öfteren mitgeteilt, dass es zum wiederholten Male einen neuen Weltrekord in Berlin gab.

Sehr stimmungsvoll ist auch immer der Kilometer 28,5 wenn man am „Platz am wilden Eber“ vorbei kommt. Hier machen eine Bühne, Cheerleaders am Rand und viele Menschen einen Höllenlärm, Gänsehaut pur.

Bei Kilometer 33,5 bogen wir auf den Kurfürstendamm, den wir für gut 1,5 Kilometer unter die Füße nahmen, bis wir an der „Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche“ über die „Tauentzienstr. bis zum „KaDeWee“ am „Wittenbergplatz“ liefen.

Super toll war, bei Kilometer 38,5 der „Potsdamer Platzes“, mit dem bekannten „Sony-Center“. Anschließend am „Bundesrat“ und dem „Bundesministerium der Finanzen“ vorbei, bis wir zwischen Kilometer 40 und 41 den imposanten „Gendarmenmarkt“ passierten.

Und dann kam der allerletzte Kilometer, wir bogen auf die Straße „Unter den Linden“, von weitem war schon das „Brandenburger Tor“ zu sehen, links und rechts standen Menschen dicht an dicht hinter den Absperrungen; immer wieder ein bewegendes Gefühl, wobei man(n) kurz davor ist, „Pippi“ in die Augen zu bekommen.

Vorbei am „Hotel Adlon“, der „Amerikanischen“ und „Französischen Botschaft“, und weiter durchs „Brandenburger Tor“. Dahinter wurde es noch gigantischer, in ein paar hundert Meter sahen wir schon das Ziel. Links und rechts waren Behelfstribünen aufgebaut, eine bestimmt ca. 30 m2 große LED-Wand zeigte viele Läufer in Großaufnahme.

Nach 4 Stunden, 23 Minuten, 55 Sekunden und einigen dutzend gemachten Fotos im Gepäck erreichte ich dann glücklich die Ziellinie.

Zum vierten Mal war ich nun in Berlin dabei, und immer wieder ist es ein tolles, imposantes Erlebnis. Jedes Mal bei perfektem Wetter, mit fast immer wolkenlosem Himmel und dreimal wurde dabei der aktuelle Weltrekord der Männer gebrochen; dieses Mal der erste Läufer der unter 2 Stunden und 3 Minuten blieb.

Mal sehen, wie es für nächstes Jahr aussieht, am 18.10.14 begann die Registrierung für 2015. Ich werde auf jeden Fall versuchen, wieder einen Startplatz zugelost zu bekommen.

 

Andreas Börste

43. Wolfgangseelauf am Sonntag, 19. Oktober 2014 im österreichischen Salzkammergut

Nach München im Jahre 2008, Frankfurt 2009, Hamburg 2010, Berlin 2011, Prag 2012 und Amsterdam 2013 führte uns unsere Reise in diesem Jahr in das Salzkammergut unserer österreichischen Nachbarn nach St. Wolfgang an den schönen Wolfgangsee.

Auf der After-Run-Party des letztjährigen „Mondorfer-Weihnachtslaufes“ überlegten wir, welchen Ziel uns 2014 reizen könnte. Schnell waren wir uns einig, der traditionelle „Wolfgangseelauf“ soll es 2014 werden.

Noch im Dezember 2013 hatten wir eine passende Unterkunft gefunden, den „Gasthof Pension Rega“ in der 5-Seelen-Gemeinde „Wirling“. Leider war diese aber über 10 km vom Wolfgangsee entfernt, da die Unterkünfte vor Ort doch erheblich teurer waren.

Anfang dieses Jahres buchten wir noch die passenden Flüge dazu und meldeten uns zu den einzelnen Läufen an.

Am Freitag, den 17.10.14 war es dann endlich soweit, 7 Reisehungrige (Gabi Reuter, Lisi Klink, Gaby Sarcher, Simone Becker, Thomas Reuter, Raimund Sarcher und Andreas Börste)  trafen sich gegen 14.00 Uhr am Flughafen Köln-Bonn um mit Germanwings nach Salzburg zu fliegen. Mit einer halbstündigen Verspätung hob unser Vogel kurz vor 16.00 Uhr ab um nach etwa 50 min. in Salzburg wieder zu landen.

Dort wartete bereits unser Herbergsvater mit seinem Sohn auf uns, wir hatten nämlich vorab einen Shuttle-Service geordert. Nach etwa 60 km und ungefähr 50 Minuten Autofahrt kamen wir an unserer Pension an. Einchecken, Zimmerbesichtigung und ab in die Gaststube; unsere Bäuche knurrten vor Hunger und schrien nach Nahrung. Wir wurden sehr herzlich empfangen und erfuhren, dass unsere beiden Chauffeure gleichzeitig die Köche des Hauses waren. Vor allem der 23-jährige Sohnemann zauberte uns ein Abendessen auf den Tisch, wir waren begeistert und sollten die nächsten beiden Abende auch vor Ort speisen.

Bis kurz vor Mitternacht saßen wir gemütlich bei ein paar Zipfer-Pilsener, Wein, Marillengeistern, einer Käse-Platte und ein paar Nüssen für Raimund (Insider) beisammen.

Am nächsten Morgen stärkten wir uns bei einem liebevoll hergerichteten Frühstück. Draußen lag die Welt noch unter einer Hochnebeldecke.

Anschließend wurden wir in das kleine Örtchen Strobl gefahren (Startort am Sonntag für den 5,2-km-Lauf), von wo wir mit einem Schiff über Geschwendt (Startort für den 10-km-Lauf) nach St. Wolfgang schipperten. Mittlerweile hatte sich der Hochnebel verzogen und immer mehr setzte sich die Sonne durch und es wurde wärmer. Wir schlenderten am „Weissen Rössl“ vorbei, durch kleine enge Gassen über die Pilgergasse bis zur Talstation der „Schafbergbahn“.

Von dort fuhren wir eine gute halbe Stunde hinauf zum 1.782 m hohen „Schafberg“. Die Schafbergbahn ist eine fast 6 km lange Zahnradbahn aus dem Jahre 1893. Man(n) und Frau sollte aber vorher noch einen Toilettengang eingelegt haben, da die Fahrt mit ständigem ruckeln begleitet wird.

Oben angekommen öffnete sich uns ein herrlicher Blick auf den Wolfgangsee und in andere Himmelsrichtungen auf den „Mondsee“, den „Attersee“ und etwas könnten wir auch noch vom „Fuschlsee“ erkennen.

Auf dem Schafberg steht mit dem „Hotel Schafbergspitze“ das erste Berghotel Österreichs aus dem Jahre 1862. An der in unmittelbarer Nähe gelegenen „Himmelspforthütte“ stärkten wir uns mit Gulasch- bzw. Frittatensuppe, Kaffee oder wer wollte mit einem kühlen Bierchen.

Anschließend fuhren wir mit der Schafbergbahn wieder zurück ins Tal, holten unsere Startunterlagen ab und machten uns zu Fuß auf den Weg zurück nach Strobl, wo wir wieder eingesammelt wurden.

In unserer Pension angekommen, konnte (wer wollte), sich mit einer Portion Nudeln die Kohlenhydratspeicher für die Aufgaben des folgenden Tages auffüllen oder mit einem anderen leckeren Gericht vorlieb nehmen. Danach klärten wir noch den Zeitplan für Sonntag ab und anschließend, so kurz nach 22.00 Uhr begann für jeden das große Matratzenhorchen.

Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit wolkenlosem Himmel und bald ging die Sonne hinter den Bergen auf.

Nach einem weiteren tollen Frühstück wurden wir nach St. Wolfgang gefahren. Dort trennten sich für ein paar Stunden unsere Wege. Gaby und Raimund führen mit dem Schiff ins gegenüber liegende Geschwendt, von wo ja der 10-km-Lauf starten sollte. Der Startpunkt dort ist auch die 17-Kilometermarke des klassischen Laufes und führt anfangs durch eine schöne Auenlandschaft mit einem schmalen Weg über Strobl und dann, einem leider weniger attraktiven Streckenabschnitt, an einer Landstraße zurück nach St. Wolfgang.

Lisi, Thomas und Andreas warteten in St. Wolfgang auf den Startschuss und Gabi und Simone unterstützten uns als persönliche Fanbetreuung im Start-Ziel-Bereich.

Der klassische Wolfgangseelauf ist ein 27 Kilometer langer Landschaftslauf mit Start und Ziel in St. Wolfgang, nur wenige Meter vom Romantik Hotel „Weisses Rössl“ entfernt.

Dieser findet seit 1972 im Oktober statt, damals wohl mit 13 Teilnehmern von denen 11 das Ziel erreicht haben sollen.

Beim Wolfgangseelauf wird der See einmal komplett umrundet. Dabei geht es gegen den Uhrzeigersinn über St. Gilgen, Geschwendt und Strobl wieder nach St. Wolfgang zurück.

Nach dem Start um 10.30 Uhr verliefen die ersten 3 Kilometer in Ufernähe am See entlang. Kurz vor der 3-km-Markierung ging es für uns dann extrem in den Berg, über den gut 750 m hohen „Falkensteinsattel“. Dabei mussten wir auf etwa 2 Kilometer gut 200 Höhenmeter Steigung überwinden. Oben angekommen, kurz nach der 5-km-Marke, dieselben 200 Höhenmeter, aber auf gut nur 1 km wieder zurück hinunter an den See. In den nächsten Tagen sollten wir noch einiges von diesem Abstieg in den Oberschenkeln zu spüren bekommen.

Kurze Zeit später erreichten wir das kleine Örtchen „Fürberg“, in der es eine Verpflegungsstelle gab und ein Moderator einzelne Läufer mit Namen und Herkunft begrüßte.

Nach einem drittel der Klassiker-Distanz kamen wir durch „St. Gilgen“, dem Dorf, in dem Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl sich des Öfteren von der Politik erholte.

Danach liefen wir auf der Nord-Ost-Seite des Sees ein längeres Stück an einer Bundesstraße entlang und kamen bei Kilometer 17 nach Geschwendt, dem Startort des 10-km-Laufes.

Ab dort führten unsere letzten 10 Kilometer, wie bereits oben erwähnt, durch eine Auenlandschaft über Strobl zurück nach St. Wolfgang.

Dort warteten und begrüßten uns Gabi und Simone und die frisch geduschten 10-km-Finisher mit Medaille um den Hals, Gaby und Raimund.

Stolz und glücklich liefen wir nacheinander über die Ziellinie und bekamen als Lohn ebenfalls eine Medaille um den Hals gehängt.

Gaby Sarcher finishte ihren 10-km-Lauf nur 11 Sekunden über der Ein-Stunden-Schallmauer, Raimund erreichte in exakt 63 Minuten das Ziel.

Thomas Reuter beendete den 27-km-Klassiker in etwas mehr als 2 ½ Stunden in 2.32,09 h, Andreas Börste in 2.39,42 h und bei Lisi Klink stoppte die Uhr bei 3.23,13 h.

Bei herrlichem und perfektem Laufwetter erreichten wir alle das Ziel, zum Glück mussten wir nicht mit den Wetterkapriolen aus dem Jahre 2007 kämpfen, als die Laufveranstalten kurz vor dem Abbruch stand, da über Nacht gut 40 cm Neuschnee gefallen waren.

Bei den einzelnen Wettbewerben kamen schließlich über die 10 km Distanz 1.154, beim 27-km-Klassiker 1.568 ins Ziel und bei den Läufen über 5,2 km 422 und auf der Königsdistanz, dem Salzkammergut-Marathon, finishten 205 Läuferinnen und Läufer.

Damit erreichten 3.349 Teilnehmer die Ziellinie.

Anschließend begingen wir unsere After-Run-Party in einem Biergarten direkt neben dem „Weissen Rössl“, bis wir kurz nachdem die Sonne hinterm Berg verschwunden war wieder von unserem Fahrdienst abgeholt wurden und den Abend in unserer Pension feucht-fröhlich ausklingen ließen. Dabei versäumten wir nicht, uns ins Gästebuch der Familie Plamberger zu verewigen.

Am nächsten Morgen heiß für uns wieder Abschied nehmen, waren die paar Tage doch wie im Fluge vergangen. Letztmalig freuten wir uns auf das morgendliche Frühstück. Koffer packen, Zimmer bezahlen und schon saßen wir wieder in den Autos und wurde nach Salzburg zum Flughafen gefahren.

Pünktlich um 11.55 Uhr startete unsere Boing wieder Richtung Heimat. Am Konrad-Adenauer-Flughafen Köln-Bonn kehrten wir noch kurz auf ein letztes Kölsch/Kaffe in der „StäV“ (Ständige Vertretung) ein, und fuhren anschließend zusammen mit der S13 nach Spich bzw. Troisdorf.

Abschließend waren wir uns alle einige, es waren ein paar schöne Tage, leider gingen sie wie immer viel zu schnell vorbei.

Aber Großereignisse werfen ihren Schatten voraus, für 2015 planen wir eine Reise zum Anfang Oktober stattfindenden „3-Länder-Bodensee-Marathon“ mit Ziel für unterschiedliche Laufstrecken in „Bregenz“.

 

Andreas Börste

 

Noch was für die Nostalgiker:

Wer kennt nicht die Worte aus dem Film „Im weissen Rössl“ vom Wolfgangsee mit Peter Alexander, Gunther Philipp und Karin Dorr aus dem Jahre 1960:

Im Weissen Rössl am Wolfgangsee,

dort steht das Glück vor der Tür,

und ruft dir zu:

„Guten Morgen, tritt ein und vergiß deine Sorgen!“

Und musst du dann einmal fort von hier,

tut dir der Abschied so weh,

dein Herz, das hast du verloren

Im Weissen Rössl am See!

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